Risikofaktoren für Fehl- und Frühgeburten

FehlgeburtVorzeitige Wehen und Frühgeburt
„Ein totes Baby unter 500 Gramm, also bis etwa zur 2. Schwangerschaftswoche (SSW), gilt in Deutschland als Fehlgeburt (oder in der medizinischen Sprache als Abort). Etwa 75 % der Fehlgeburten treten im ersten Schwangerschaftstrimester auf.“ (Hannah Lothrop)„Wehen, die nach der 20. Woche, aber vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche einsetzen, werden als vorzeitige Wehen bezeichnet.“ (Heidi Murkoff)
Gründe für eine Fehlgeburt

  • Fehlentwicklungen des Ungeborenen wie ein in der Anlage fehlerhaftes Ei, fehlerhafte Samenzellen, Fehler bei der Zellvermehrung und -teilung

  • schädliche Umwelteinflüsse wie Bestrahlung, bestimmte Medikamente oder Chemikalien

  • bestimmte Infektionen

  • Probleme der Gebärmutter wie Myome, Entzündungen oder OP-Narben

  • Schwierigkeiten bei der Einnistung

  • Hormonstörungen

  • traumatische Ereignisse wie Schock oder Unfall

  • diagnostische Eingriffe wie Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie

  • Muttermundschwäche

  • Alter der werdenden Mutter

  • andere, ungeklärte Ursachen

Risikofaktoren für vorzeitige Wehen und Frühgeburten

  • Rauchen, Alkohol, Drogen

  • zu geringe/starke Gewichtszunahme

  • falsche Ernährung

  • Zahnfleischentzündung und Infektionen wie Geschlechtskrankheiten, bakterielle Vaginose, Harnwegs- und Fruchtwasserinfektionen

  • Zervixinsuffizienz

  • Gebärmutterreizungen und Probleme mit der Plazenta

  • chronische Erkrankungen der werdenden Mutter

  • Mehrlingsschwangerschaft

  • Alter der werdenden Mutter (unter 17 oder über 35 Jahre)

  • frühere Frühgeburten

  • andere, noch ungeklärte Ursachen

Quelle:
Hannah Lothrop: Gute Hoffnung – jähes Ende – Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Begleitung und neue Hoffnung für Eltern; Kösel-Verlag; München; 2013.
Quelle:
Heidi Murkoff mit Sharon Mazel: Schwangerschaft und Geburt – Alles, was Sie wissen müssen; mvg Verlag; München; 2012.